Warenkorb 0,00 €

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Tipps zum Erhalt ihrer Teppiche

Ein Teppich kann mal eben schnell gekauft sein oder aber nach langer Suche und genauen Vorstellungen ausgewählt werden. So oder so: Um lange Spaß und Freude an dem neuen oder antiken Teppich zu haben, sollten einige Hinweise beachtet werden, die die Lebensdauer verlängern und die Pflege erleichtern.
Unsere Tipps

  • Achten Sie beim Verlegen des Teppichs darauf, dass der Untergrund sauber, trocken und glatt ist. Zudem sollten keinen Ritzen frei liegen, in denen sich evtl. Schädlinge einnisten könnten. Hier empfiehlt sich auf jeden Fall eine Teppichunterlage, die auch das Wegrutschen verhindert und so Unfälle, zum Beispiel bei rennenden Kindern, vermeiden hilft.

    Idealerweise sollten keine Gegenstände längere Zeit auf dem Teppich stehen. Da dies des Öfteren nicht zu vermeiden ist, empfiehlt sich bei scharfkantigen Gegenständen, im Handel erhältliche, Schutzpfannen zu verwenden. Diese verteilen das Gewicht auf eine größere Fläche. Bodenvasen und Blumentöpfe sollten möglichst nie direkt auf dem Teppich platziert werden, da durch die Feuchtigkeit und den Luftabschluss am Untergrund der Teppich zu schimmeln beginnen kann. Hier empfiehlt sich eine Erhöhung, damit die Luft zwischen Teppich und Gegenstand besser zirkulieren kann.

    Wenn ihr Teppich endlich den richtigen Platz gefunden hat, raten wir Ihnen diesen alle sechs Monate um 180 Grad zu drehen, soweit das Format dies zulässt. So erhalten sie eine gleichmäßige Abnutzung und können den Teppich auch bei Neuausrichtung ohne einseitige Abnutzung „neu“ verlegen. Wie sie die richtige Teppichgröße bestimmen erfahren Sie auf unserem Blog.

  • Allgemein reicht Staubsaugen einmal pro Woche aus, um den Teppich sauber und gepflegt zu halten. Dabei kann man auf Staubsauger mit Bürsten oder Klopfer in der Regel verzichten, einfaches Saugen reicht.

    Shaggy Teppiche hingegen sollten nie mit rotierenden Bürstenköpfen gereinigt werden, da die Oberflächenstruktur des Hochflorteppichs damit beschädigt werden kann und sich die Fasern um die Bürste wickeln könnten.

    Auch gegen den Befall von Motten bei Teppichen aus Naturfasern kann Staubsaugen eine gute Prävention sein. Hier sollten Sie besonderes auf dunkle und "ruhige" Stellen achten, zum Beispiel unter der Couch oder Schränken.

    Hier finden Schädlinge oft hervorragende Bedingungen. Sollte normales Saugen nicht reichen, helfen oft handelsübliche Mottenschutzmittel. Bei Teppichen aus Kunstfasern brauchen Sie sich um Motten keinen Sorge zu machen, die stehen nicht auf deren Speisezettel.

  • Bei Teppichen ist es wie mit Kleidung. Nicht nur dass jeder einen anderen Geschmack hat, jedes Kleidungsstück bedarf bei der Reinigung einer anderen Behandlung, oder waschen Sie Koch- und Handwäsche gemeinsam? So bestehen auch Unterschiede beim Flecken Entfernen.

    Allgemein gilt aber, wenn es doch einmal passiert und etwas auf den Teppich gekommen ist, so ist Schnelligkeit geboten. Aber bedenken Sie immer eins: Nicht Reiben!

    Saugen Sie so viel wie möglich an Flüssigkeit mit Hilfe eines Baumwolltuches oder Küchenkrepp von dem Teppich auf. Wiederholen Sie dies, auch durch Andrücken und gegebenenfalls von der Unterseite, bis der Teppich keine Flüssigkeit mehr absondert. Vermeiden Sie auf jeden Fall zu reiben, denn damit arbeiten Sie die Verunreinigung in die Teppichfasern ein.

    Auch der übliche Trick, Salz auf Weinflecken zu streuen, kann im Zweifel eher dazu führen, die Farbstruktur des Teppichs zu zerstören.

    Wenn vorhanden, sollten Sie nach Absaugen der Flüssigkeit ein Baumwolltuch nehmen und es feucht mit etwas Babyshampoo über Nacht auf den Fleck legen. Babyshampoo ist besonders sanft, andere Reinigungsmittel könnten zu aggressiv zu den Teppichfasern sein.

    Andersherum sollten Sie es auch vermeiden, den Teppich zu stark nass zu machen um einen Fleck herauszuwaschen, denn damit könnten Sie ihn vergrößern. Zudem gilt immer vom Rand zur Mitte hin zu arbeiten.

    Sollten festere Substanzen verkippt worden sein, die sich nicht aufsaugen lassen, dann diese mit einem Löffel abnehmen.

    Wir weisen daraufhin, dass alle Versuche, die Teppiche im Selbstversuch zu reinigen, immer Risiken bergen, diesen weiter zu beschädigen.

  • Zu den Naturfasern zählen neben Wolle, Seide und Baumwolle auch Jute und Sisal. In der Behandlung sollte aber auch Viskose, obwohl synthetisch aus Zellstoff hergestellt, wie eine sensible Naturfaser behandelt werden.

    Wenn Sie schon mal den Tipp bekommen haben, den Teppich mit einem Schutz- oder Versiegelungsspray zu imprägnieren, um ihn vor Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen, vergessen Sie dies bei Teppichen aus Naturfasern.

    Dadurch würden sie die charakteristischen und klimagesunden Eigenschaften wie die hervorragende Raumklimaregulierung zerstören, da die Fasern keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen und abgeben könnten.

    Allgemein gilt auch Vorsicht bei alkalischen Reinigungsmitteln wie Kern-, Gall- und Schmierseife, Fleckensalz, Soda, Seifenlauge und Salmiakgeist. Diese entfetten, bleichen und laugen die Faser aus. Im Speziellen sollte aber bei der Reinigung zwischen Fasern tierischen und pflanzlichen Ursprungs unterschieden werden.

  • Um die Elastizität und Festigkeit zu behalten – so kann Wolle bis zu 30 Prozent gedehnt werden und zieht sich wieder zusammen – sollten Sie ihre Wollteppiche und Teppiche aus anderen tierischen Fasern nie mit Seifenlaugen behandeln. Dadurch würden die Haarstruktur und die Farben geschädigt werden.

    Stattdessen sollten Sie auf säurehaltige Reinigungsmittel zurückgreifen und notfalls die Inhaltangaben des Reinigungsmittel lesen. Bei alkalischen Bestandteilen lieber die Finger davon lassen und auf ein pH-saures Mittel zurückgreifen.

    Wenn es sich nicht vermeiden lässt eine Bürste zu benutzen, achten Sie darauf, dass diese weich ist und Sie idealerweise in Strich- bzw. Florrichtung bürsten.

    Bei unproblematischen Flecken kann manchmal auch schon kohlensäurehaltiges Mineralwasser helfen, um den Fleck zu lösen.

    Dann gilt es: Schnell trocknen! Hierfür kann es ratsam sein, die Fenster zu schließen die Heizung aufzudrehen und von Zeit zu Zeit durch Lüften die feucht-warme Luft herauszulassen. Und achten Sie immer darauf, dass ihr Teppich beidseitig trocken wird, um Schimmel zu vermeiden.

    Und zuletzt ein kleiner Tipp: Essigwasser kann helfen, verblasste Farben wieder lebendiger wirken zu lassen. Hierfür einfach Essig/Zitronenessenz mit Wasser im Verhältnis 1:3 mischen und nicht zu nass den Teppich leicht gegen den Strich bürsten. Nachdem Trockenen dann nochmal in Strichrichtung bürsten und voila, der Teppich strahlt wieder!

  • Baumwoll-, Jute- und Sisalteppiche bestehen aus Fasern pflanzlichen Ursprungs und vertragen alkalische Laugen recht gut, so dass Sie Verschmutzungen mit Kern- oder Gallseife behandeln können. Beachten sollten Sie aber, ob die Fasern gefärbt sind, denn in dem Fall könnte die Seifenlauge die Farben ausbleichen. Verwenden Sie dann lieber wie bei Tierfasern ein pH-saures Reinigungsmittel.

    Und vermeiden Sie wie immer den Fleck durch starkes Reiben ins Gewebe einzuarbeiten.

  • Unempfindlicher als Naturfasern, haben die Synthetik Fasern (Propylen/Polyamid/Polyacryl), was die Reinigung betrifft, einen Pluspunkt.

    Oft reicht schon lauwarmes Wasser, kohlensäurehaltiges Mineralwasser oder eine alkalische Seifenlauge aus handelsüblichen Produkten wie Kern- Gall- oder Schmierseife, um des Fleckes Herr zu werden und diesen zu entfernen. Danach die Fasern im noch feuchten Zustand leicht in Strichrichtung bürsten.

  • Wer viel Geld in einem Teppich investiert hat und an diesem hängt, kann neben den schon genannten Tipps, auch anderes tun, um diesen lange zu erhalten. So empfiehlt sich besonders bei hochwertigen Orientteppichen alle 4 bis 5 Jahre eine professionelle Teppichreinigung vornehmen zu lassen. Umzüge bieten oft einen guten Anlass, den Teppich reinigen zu lassen. Wenn ihr Teppich durch besondere Umstände, wie hohes Staubaufkommen durch benachbarte Baustellen, stärker belastet ist, kann eine professionelle Reinigung auch eher in Betracht kommen.

    Dadurch wird Schmutz wie Staub und Sand, welcher tief ins Gewerbe eingedrungen ist, durch fachgerechte Waschung wieder entfernt. Auch eventuellen Schädlingen, die sich in den Fasern eingenistet haben, kann so zu Leibe gerückt werden.

    Der Deutsche Textilreinigungs-Verband e.V. (DTV) und die Meisterbetriebe garantieren Ihnen einen fach- und sachgerechte Bearbeitung und Betreuung. So werden sie auch in Zukunft noch viel Spaß an ihrem Teppich haben und mindern Substanz sowie Wertverlust durch Gebrauch und Beanspruchung.

    Sollten Sie weitere Fragen dazu haben, können Sie sich hier weiter informieren.